06.05.2019
Ehrung

Posterpreis für Dr. Gerhardt

Kardiologe auf DGK-Jahrestagung ausgezeichnet

Dr. Felix Gerhardt, Foto: Uniklinik Köln
Dr. Felix Gerhardt, Foto: Uniklinik Köln

Dr. Felix Gerhardt, Facharzt für Kardiologie und Pneumologie in der Klinik III für Innere Medizin im Herzzentrum der Uniklinik Köln, ist auf der 85. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim mit dem Posterpreis geehrt worden. Er erhielt die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Arbeit „Therapeutische Konsequenzen einer positiven Vasoreaktivitätstestung bei pulmonal arterieller Hypertonie: Hämodynamik, Behandlungsmuster und klinische Parameter im ‚real-life’ Setting“. Die DGK würdigt mit dem Preis besondere Posterpräsentationen von Ärzten und Wissenschaftlern.

Nach der aktualisierten klinischen Klassifikation von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) wird "PAH mit Vasoreaktivität" als eigenständige Klasse anerkannt. Dies basiert auf akuten Vasoreaktivitätsuntersuchungen (AVT), die während der Index-Rechtsherzkatheterisierung (RHC) durchgeführt wurden. Die empfohlene Behandlung für die betroffenen Patienten sind hochdosierte Calciumkanalblocker (CCB). Der langfristige Nutzen und die Notwendigkeit zusätzlicher Therapien sind jedoch weitgehend unbekannt.

Die Forschungsgruppe hat das langfristige Ansprechen von Patienten auf CCB sowie Behandlungsmuster bei PAH-Patienten mit Vasoreaktivität erfasst und ausgewertet. Obwohl die Vasoresponder bei Einleitung der CCB-Therapie eine deutliche Verbesserung zeigten, blieb eine Minderheit im Laufe der Zeit bei der CCB-Monotherapie, während die meisten Patienten kein dauerhaft zufriedenstellendes klinisches Ansprechen zeigten und somit die PAH-spezifischen Medikamente gesteigert wurden. Eine strukturierte regelmäßige Nachsorge einschließlich einer Risikobewertung und entsprechender Anpassungen ist bei PAH-Patienten mit Vasoreaktivität unerlässlich. Darüber hinaus empfiehlt es sich, die aktuellen Vasoresponderkriterien zu überdenken.

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