13.05.2020
Kardiologie

Prof. Winkels folgt Ruf auf Stiftungsprofessur

Neuer Professor für experimentelle Kardiologie des Alterns

Prof. Dr. Holger Winkels, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Holger Winkels, Foto: Michael Wodak

Univ.-Prof. Dr. Holger Winkels ist Mitte Februar dem Ruf auf die Neven-DuMont-Stiftungsprofessur für experimentelle Kardiologie des Alterns an der Medizinischen Fakultät und der Klinik III für Innere Medizin im Herzzentrum der Uniklinik Köln gefolgt. Wissenschaftlicher Schwerpunkt des 34-Jährigen sind die Immunmechanismen der Atherosklerose, der Grundlage von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Spezialisiert hat er sich dabei auf die Aktivierung von T-Zellen, einem Teil des erworbenen Immunsystems. Der Forscher konnte zeigen, dass diese Zellen bei Gesunden regulierend und bei Atherosklerose pro-entzündlich funktionieren. Auf diesen Erkenntnissen basieren Forschungen zu einer neuen impfbasierten Therapiestrategie. „Die Attraktivität einer Impfung gegen Atherosklerose,“ sagt Prof. Winkels, „liegt in ihrer Spezifität. T-Zellen reagieren hoch speziell auf ihre Zielstrukturen. Dadurch werden Nebenwirkungen wie bei breit-immunsuppressiven Wirkstoffen vermieden.“ Gegenstand seiner zukünftigen Forschung ist unter anderem die Untersuchung dieser Immunzellen mit speziellem Blick auf Kinder mit erhöhtem Erkrankungsrisiko. Die Informationen sollen helfen, den richtigen Zeitpunkt für eine potentielle Impfung zu finden. Außerdem ist er Teilprojektleiter im transregionalen Sonderforschungsbereich 259, welcher Aortenerkrankungen thematisiert.

Prof. Winkels studierte bis 2011 Biologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Seine Promotion erlangte er 2017 am Institut für Epidemiologie und Prophylaxe der Kreislauferkrankungen der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zeitgleich arbeitete er als Gastwissenschaftler im Akademischen Medizinischen Krankenhaus (AMC) in Amsterdam. Bereits 2016 zog der Biologie für einen Forschungsaufenthalt am La Jolla Institut für Immunologie in San Diego in die USA – dieser wurde ab 2018 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

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