Baldus / Conradi
(v.l.) Prof. Dr. Stephan Baldus und Prof. Dr. Lenard Conradi, Fotos: Michael Wodak

Eine verengte oder undichte Herzklappe bleibt oft lange unbemerkt – kann unbehandelt jedoch lebensgefährlich werden. Wie moderne Therapien heute schonend und individuell helfen, erklärten Univ.-Prof. Dr. Stephan Baldus, Direktor der Klinik für Kardiologie, und Univ.-Prof. Dr. Lenard Conradi, Direktor der Klinik für Herzchirurgie der Uniklinik Köln, beim Medizintalk des Kölner Stadt-Anzeigers im Domforum.

Die beiden Experten erläutern, wie defekte Herzklappen heute zunehmend über minimalinvasive Katheter-Eingriffe über die Leiste oder durch voll-endoskopische Operationsverfahren repariert oder ersetzt werden können – oft ohne Vollnarkose und mit kurzen Erholungszeiten für die Patientinnen und Patienten.

Neben den technischen Möglichkeiten betonen Prof. Baldus und Prof. Conradi vor allem die Bedeutung von Früherkennung, ärztlicher Erfahrung und interdisziplinärer Zusammenarbeit. An der Uniklinik Köln berät ein Experten-Team wöchentlich gemeinsam über jeden einzelnen Fall, um die optimale Lösung zu finden. Der wichtigste Partner dabei bleibt jedoch der Mensch selbst: Nur wenn Patientinnen und Patienten aktiv in die Entscheidung einbezogen werden, gelingt eine erfolgreiche Behandlung.