13.12.2021
Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Forschungsförderung für Dr. Hoyer

Kardiovaskuläre Erkrankungen bei Niereninsuffizienz

Dr. Felix Hoyer, Foto: Michael Wodak
Dr. Felix Hoyer, Foto: Michael Wodak

Dr. Felix Hoyer, ärztlicher und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik III für Innere Medizin der Uniklinik Köln, erhält eine Wissenschaftsförderung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung über einen Förderzeitraum von drei Jahren. Mit der Fördersumme von knapp 300.000 Euro soll insbesondere der Beitrag von Entzündungszellen auf das Fortschreiten kardiovaskulärer Erkrankungen im Kontext einer chronischen Niereninsuffizienz untersucht werden. 

Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz neigen zur Entwicklung ernsthafter, kardiovaskulärer Komplikationen. So kommt es unter anderem zu einer beschleunigten Verkalkung der Gefäße, der sogenannten Atherosklerose. Patienten, bei denen die eingeschränkte Nierenfunktion eine regelmäßige Dialyse erfordert, sind hiervon besonders betroffen. Die Rolle von gefäßständigen Entzündungszellen für die Entstehung und das Fortschreiten der Atherosklerose ist hinlänglich bekannt. Bis heute sind aber die Mechanismen, welche die Entwicklung dieser Gefäßerkrankung im Kontext des chronischen Nierenversagens bedingen, nur unzureichend verstanden. Entsprechend gibt es aktuell auch keine spezifischen Therapien, die die mit der Niereninsuffizienz einhergehenden Begleiterkrankungen aufhalten. In dem durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ermöglichten Projekt sollen nun zelluläre und entzündliche Prozesse charakterisiert werden, welche maßgeblich zur Entstehung der Komplikationen im Rahmen der chronischen Niereninsuffizienz beitragen. Die Erkenntnisse hieraus sollen dabei helfen neue Ansätze zu entwickeln, um Patienten, welche an einem Nierenversagen leiden, eine bessere und präzisere Therapie anbieten zu können.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich unter anderem der Förderung medizinischer Wissenschaft. Sie wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Bis heute hat die Stiftung über 2.000 Projekte gefördert. Ihr jährliches Fördervolumen liegt aktuell bei über 60 Millionen Euro.

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